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Beitragserhöhungen: PKV und GKV gleichauf

Vielen Versicherten in der Privaten Krankenversicherung (PKV) drohen zum 1. Januar schmerzhafte Beitragserhöhungen. Im Oktober hatte der PKV-Verband angekündigt, dass rund zwei Drittel der PKV-Versicherten in Deutschland mit Beitragssteigerungen von im Schnitt elf Prozent rechnen müssen. In der Gesetzlichen Krankenkasse bleibt der durchschnittliche Zusatzbeitrag von derzeit 1,1 Prozent – zumindest im kommenden Jahr – hingegen unverändert.  

 

Um zu diesem Schluss zu kommen, hat das Institut die Beitragseinnahmen für GKV und PKV auf den einzelnen Versicherten heruntergerechnet. Daraus ergab sich pro Kopf in der GKV seit 2007 ein durchschnittlicher Anstieg von 3,2 Prozent pro Jahr (ohne den aus Steuermitteln finanzierten Bundes-Zuschuss), in der PKV waren es indes nur 3 Prozent.

Der Vergleich zeige, wie ähnlich sich die Beiträge in beiden Systemen entwickelten, wie Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes, von der Süddeutschen Zeitung in diesem Zusammenhang zitiert. Zudem verwies Leienbach darauf, dass die GKV jedes Jahr automatisch steigende Beiträge erhält, während die PKV warten müsse, dass starre Schwellenwerte überstiegen werden.

 

 

von Dr. Johannes Fiala

 

mit freundlicher Genehmigung von

www.procontra-online.de (Veröffentlicht am 10.11.2016)

 

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