Buchtipp: Managerhaftung – Kapitalgesellschaft als Alternative für Finanzdienstleister?

*von Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala, MBA Financial Services (Univ. Wales), MM (Univ.), Bankkaufmann (IHK), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), Lehrbeauftragter für Bürgerliches Recht und Versicherungsrecht (Univ. of Cooperative Education)
Managerhaftung – Kapitalgesellschaft als Alternative für Finanzdienstleister?
Für den Bereich der Finanzdienstleister stehen die Zeichen auf Sturm. Fachleute erwarten zunehmende Haftungsklagen. Der Blick ins Ausland verrät, wie viele Vermittler und Berater durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind. Zur Absicherung vor Haftung aus geschäftlichen Risiken ist die Kapitalgesellschaft mit Sicherheit ein sinnvoller Baustein von mehreren. Umso wichtiger ist es für die Organe (Geschäftsführer, Aufsichtsräte, Vorstände) die Managerhaftung zu kennen. Das neue Werk „Haftung und Versicherung von Managern“ bietet eine fundierte Grundlage zur Orientierung über den Pflichtenkreis. Zahlreiche Praxistipps geben dem Leser wertvolle Anregungen, das Haftungsrisiko – vor allem einer „Innenhaftung“ zu reduzieren.
Werksangaben: Ries/Peiniger: Haftung und Versicherung von Managern Verlag: Walhalla (Januar 2007) ISBN-13: 978-3-8029-1546-8
Maßstäbe bei der Außenhaftung
Die faktische Beweislast auf Seiten der Geschäftsleitung legt es nahe, haftungsträchtige Fragen möglichst sorgfältig zu dokumentieren. Der aufmerksame Leser wird erkennen, dass es vor allem als Organ einer Kapitalgesellschaft praktisch zwingend ist, ein Risikomanagement mit persönlicher Dokumentation zu betreiben.
Absicherung durch Spezialversicherungen
Sowohl die D&O-Versicherung, also auch der Manager-Spezial-Rechtsschutz, werden von den Autoren dargestellt. Praxisgerecht ist nicht nur der Hinweis auf teilweise gravierende Unterschiede in den Versicherungsbedingungen. Beispielsweise wird angeraten, den Deckungsausschluß der „wissentlichen Pflichtverletzung“ möglichst zu vermeiden, so dass nur vorsätzliches Verhalten vom Versicherungsschutz ausgenommen bleibt.
Pflichtlektüre auch für den Firmen-Versicherungsmakler
Die Rechtsprechung verlangt vom Versicherungsmakler, dass er die Haftungsrechtsprechung und die Risiken seiner Kunden in der von ihm betreuten Sparte kennt. Das neue Buch beinhaltet auch den Hinweis auf wichtige Aspekte im Rahmen der Risikoermittlung. Sehr gelungen ist die Abgrenzung der D&O Versicherung (Organisations-, Auswahl-, überwachungsverschulden) von der Vermögenschaden- Haftpflichtversicherung (Fehler bei operativer Tätigkeit). Ein überblick verschiedener Versicherungsarten schließt das Werk ab.
Fazit:
Das Werk gehört nicht nur ins Regel des Firmen-Versicherungsmaklers. Die gute Strukturierung, eine gelungene graphische Darstellung, zahlreiche Beispiele und die Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung erleichtern die Lektüre.
(experten.de (08.06.2007))
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