Die VVR: der Teufel steckt im Detail

„Auf den Vermittlermarkt kommt mehr zu, als man sich bisher gedacht hat“, bilanziert die Zeitschrift PERFORMANCE und kündigt eine mehrteilige Serie zum Thema VVR an. Welche Probleme werden aktuell diskutiert? Das Handelsblatt kritisiert, dass die „Qualitätsoffensive“ bei altgedienten Vermittlern und bei „jungen Kaffee- oder Brillenverkäuferinnen, die nur gelegentlich eine Police über den Ladentisch schieben“, Ausnahmen vorsieht. Ein weiterer Kritikpunkt: Um den Ansprüchen der Richtlinie gerecht zu werden, genüge ein geeigneter Vertrag – es muss nicht der bestmögliche sein. So werde kaum das Image der Branche verbessert. Risiken für den Makler sieht dagegen PERFORMANCE: Selbst bei einer guten Beratung, könnten sich bei formalen Fehlern langfristige und gravierende Folgen ergeben. Darüber hinaus warnt das Blatt: „Ein Beratungsverzicht durch Formular, wie vom ,Arbeitskreis‘ und anderen Marktteilnehmern angeboten, ist laut Dr. Johannes Fiala unwirksam.“ Auf ein ganz anderes Problem verweist die Zeitschrift KURS: Da alle Kräfte auf die Umsetzung der Richtlinie gerichtet seien, mangele es an der Energie für dringend nötige Produktinnovationen. Die VVR könnte schließlich auch Produktgeber in die Bredouille bringen, schreibt Ralf Geiling in AssCompact: Bei „fehlerhaften Verkaufsunterlagen, trügerischen Darstellungen oder beim Verschweigen erheblicher Risiken“ drohe die Haftungsfalle. In der sitzen laut VersicherungsJournal schon jetzt viele Finanzdienstleister: Einer Untersuchung zufolge entsprechen viele Homepages nicht den Anforderungen von VVR und Telemediengesetz. Der Blick in den Blätterwald zeigt: Es gibt noch viel zu tun und viel zu klären. Eine Sammlung aktueller Artikel erhalten Sie gerne und kostenfrei auf Mailanfrage.
(Kommunikate GmbH Newsletter Juni 2007)
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