Vermittlerrecht praktisch

An dieser Stelle beantwortet Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala, Lehrbeauftragter im Studiengang, Ihre Fragen. Fragen können Sie stellen über eine Mail an mailto:ott@ba-heidenheim.de. „Wird bei Haftungsklagen ein Beratungs- Protokoll, das mit Hilfe des Computers durch entsprechendes Ankreuzen oder Menüauswahl aus Textvorlagen erstellt wird, zukünftig Beweiskraft vor Gericht haben, oder wird das nur noch bei einem handgeschriebenen Protokoll der Fall sein?“ Das Protokoll muss den konkreten Gesprächsverlauf und die wesentlichen Reaktionen des Kunden beinhalten, wenn es im Haftungsprozess eine positive Wirkung für den verklagten Vermittler haben soll. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Softwarelösungen, die ein „Protokoll“ versprechen, jedoch nur eine „Dokumentation“ beinhalten: Die Dokumentation ist gleichsam eine Zusammenfassung wichtiger Fakten, wie etwa der Kundendaten, Kundenwünsche, Fachana- lyse, den Rat des Vermittlers und die Kundenentscheidung. Solche „Dokumentationen“ sind in der Hand des Kunden dann oft ein sehr guter Beweis dafür, dass der Vermittler etwas übersehen hat. Auch von daher ist es für den Vermittler wichtig, gut ausgebildet zu sein, um möglichst fehlerfrei arbeiten zu können. Viele „sehr gute“ Vermittler haben schon immer handschriftliche Protokolle über ihre Beratung angefertigt – und dies wird auch in Zukunft so sein.
(BA Heidenheim Newsletter „Versicherungsvertrieb und Finanzberatung“ Nov 2007, S. 2)
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