{"id":18031,"date":"2008-09-07T20:42:57","date_gmt":"2008-09-07T18:42:57","guid":{"rendered":"https:\/\/fiala.de\/money-from-the-state-for-companies\/"},"modified":"2008-09-07T20:42:57","modified_gmt":"2008-09-07T18:42:57","slug":"money-from-the-state-for-companies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fiala.de\/en\/money-from-the-state-for-companies\/","title":{"rendered":"Money from the state for companies?"},"content":{"rendered":"<p>  The international financial crisis has reshuffled the cards in the credit poker. Basel II is tough and smart bankers are not naive. Creditworthiness is the key to liquidity! Otherwise, the dream of investment-led funding is shattered.<br \/>\nEs ist kein Geheimnis, sobald sich internationale Finanzkrisen anbahnen, brechen f\u00fcr Unternehmen harte Zeiten an. Geldinstitute sind in Aufruhr. Eine Finanzkrise \u2013 wie j\u00fcngst der Einbruch im amerikanischen Immobilienmarkt \u2013 vergegenw\u00e4rtigt die Morbidit\u00e4t eines Geldmarktes, dessen Kapitalertrag sich nur auf eine hoch rentable Investition ausrichtet. Wer im Kreditpoker mitmischt, bestimmt den Weg, wohin das Geld flie\u00dfen soll. Dass dabei auch defizit\u00e4re Entscheidungen von Investments durch Banken den Weg versperren k\u00f6nnen, ist schlichtweg Pech! Banker sind kritisch und erfolgs- bzw. leistungsorientiert. Doch wie kann man an das hei\u00df begehrte Liquidationsmittel gelangen? Gut ist es dabei zu wissen, wie Banker und Banken ticken und wie man deren Regeln einh\u00e4lt. Denn die Bank ist nichts anderes als ein Handelsinstitut, das tagein und tagaus die Ware Geld, Aktien und Fonds verkauft! Infolgedessen sind Kredite und F\u00f6rdergelder Teil des Bankgesch\u00e4fts. Controlling und Rating Gar bedrohlich schwebt \u00fcber dem bundesdeutschen Wirtschaftshimmel das Damoklesschwert Basel II, das eine Kreditaufnahme erschwert. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Basel II orientiert sich am Bankenrating. Der angesehene Ratingexperte Prof. Dr. Ottmar Schneck unterrichtet am Lehrstuhl Banking, Finance &amp; Rating an der ESB Reutlingen und bringt zum Ausdruck: \u201eZun\u00e4chst muss festgehalten werden, dass die heutigen Ratingsysteme mit dem einfachen Schemata vor Jahren nichts mehr gemein haben. Alle, die Ratingsysteme entwickelten, haben dazugelernt und valide Kriterien und Modelle erarbeitet, um die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Schuldners zuverl\u00e4ssig zu prognostizieren. Unternehmen, die ihre Hausaufgaben machen und ihre qualitativen und quantitativen Faktoren vorbereiten, d\u00fcrften so gesehen kein Problem haben.\u201c Jedoch die Geldspritze, die zur Kontenbereinigung dienen soll, verschlechtert nur die finanzielle Unternehmenssituation. Prof. Schneck wei\u00df: \u201eWenn kleine oder mittlere Unternehmen als Schuldner bei Banken in der Kreide stehen, dann muss zun\u00e4chst konstatiert werden, dass die so h\u00e4ufig gescholtenen Banken in Krisenzeiten noch st\u00e4rker auf die Bonit\u00e4t ihrer Kunden blicken.\u201c Das sei im \u00fcbrigen von allen Banken reiner Selbsterhaltungstrieb, um nicht selbst in eine Krise zu steuern oder schlimmstenfalls in eine Insolvenz zu geraten. Kein Investment in deutsche Wirtschaft Insofern gibt es heute keine systematischen Diskriminierungen mehr. Abhilfe schafft in diesem Fall der Einsatz von frei zug\u00e4nglicher Ratingsoftware. Sie kommt in allen guten Unternehmen zunehmend als Erg\u00e4nzung zum eigentlichen Controlling zum Einsatz. \u201eControlling ohne Ratingprognose sollte es k\u00fcnftig nicht mehr geben\u201c, folgert Professor Schneck. Empfehlenswert f\u00fcr ein Unternehmen ist es daher, sich die Ratingkriterien seiner Hausbank(en) zu besorgen und sich auf das Bankgespr\u00e4ch bestens vorzubereiten. \u201eIm \u00fcbrigen gibt es auch gute Werkzeuge f\u00fcr ein Pre- oder Eigenrating, wie z. B. RCockpitTM, das das Rating vollumf\u00e4nglich abbildet und so ideal f\u00fcr das Bankgespr\u00e4ch ist\u201c, erg\u00e4nzt der Ratingexperte. Aber auch F\u00f6rdermittelberater sowie entsprechende Fachb\u00fccher, u. a. auch Loseblattwerke, geben Aufschluss und Einblick \u00fcber diverse F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten. \u201eDennoch ist die Vorgehensweise immer dieselbe\u201c, meint der M\u00fcnchner Rechtsanwalt Dr. Fiala und erg\u00e4nzt: \u201eDerartige Kreditantr\u00e4ge m\u00fcssen bei der Hausbank eingereicht werden \u2013 und bleiben dort meistens liegen. Diese Handlung hat Methode, da die Bank wirtschaftlich denkt und dem Kunden \u201asaftige \u02bb \u00fcberziehungszinsen abverlangt. Wird im Vorfeld dazu noch falsch beraten, weil der Antrag oft vor dem Investment erfolgen muss, tr\u00e4gt der Antragsteller die Konsequenzen\u201c, plaudert der Jurist aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen. Er muss es wissen. Vor seiner juristischen Laufbahn absolvierte er eine Banklehre in einem renommierten Geldinstitut und kennt deren legale Hintert\u00fcrchen. Dessen ungeachtet sind beispielsweise viele Finanzmarktprobleme der Bank hausge macht. Entstanden durch die vielen Turbulenzen im weltweiten Finanzgesch\u00e4ft, denen Geldinstitute kaum entgegensteuern k\u00f6nnen. Zum Beispiel der schwankende Dollarkurs oder die so genannte Risiko- und Anlagepolitik \u2013 bevorzugt werden hier amerikanische Hypotheken. Ger\u00e4t nun der Immobilienmarkt aus den Fugen, l\u00f6st das weltweit eine fatale Kettenreaktion aus. Dr. Fiala formuliert es so: Zur Schadensbegrenzung folgen erst sp\u00e4ter die Abschreibungen. Ich denke hier an die IKB, Sachsen-LB, West-LB etc. Hier rollten die K\u00f6pfe von Vorst\u00e4nden, als sie das Bankverm\u00f6gen verspekuliert hatten.\u201c Die Folge: Der entstandene Schaden wird hinterher auf die Unbeteiligten, wie die Aktion\u00e4re, abgew\u00e4lzt. Gleichwohl investieren Banken weniger in deutsche Unternehmen. Dabei t\u00e4te es der deutschen Wirtschaft gut und k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass weniger Firmen ins Ausland abwandern. Risikostreuung Wer eine F\u00f6rderung ins Auge fasst, muss die Spreu vom Weizen trennen. Bestenfalls helfen dabei darauf spezialisierte Steuerberater, Rechtsanw\u00e4lte und Wirtschaftspr\u00fcfer. \u201eMan sollte ebenso wissen, dass sich seit 30 Jahren das Eigenkapital der Unternehmen als Quote halbiert hat\u201c, wirft Fiala ein. Dem Schreckgespenst Bank und Banker mutig entgegenzutreten hei\u00dft, die unternehmerischen Karten auf den Tisch zu legen. Viele Unternehmensprobleme entstehen durch den Mangel an einer buchhalterischen Transparenz und schlimmstenfalls auf Grund unbeglichener Rechnungen. Fakt ist, dass nur eine zeitnahe Buchhaltung und Bilanzierung das Rating positiv beeinflussen kann! Und weil nun einmal Controlling und Rating das wichtigste Instrument sind, sollte die betriebswirtschaftliche Auswertung gelesen werden und man sollte darauf reagieren und sie nicht nur im Steuerordner verschwinden lassen und als Ablagepapier begreifen. \u201eMachen Sie sich also daran auf Basis eines Mengenger\u00fcsts Ihre Ums\u00e4tze, Kosten und Gewinne der n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre zu planen. Rating bewertet ja auch die Zukunft, sodass allein die Existenz dieser Planungen und Steuerungsinstrumente sich positiv auswirken\u201c, bringt es Dr. Schneck auf den Punkt. Sobald n\u00e4mlich das Eigenkapital aufgebraucht ist, k\u00f6nnen sich nur noch Freunde oder die Familie daran beteiligen, eine Geldquelle aufzutun. Schlimmstenfalls greift ein guter Sanierer ein, der zur absoluten Sparsamkeit mahnt, um erst einmal wieder entsprechendes Eigenkapital aufzubauen. In dieser Zwangslage ist der Schuldenabbau nichts Unmoralisches, sondern der Schl\u00fcssel zum Unternehmenserfolg. Ganz Clevere versuchen ihre pers\u00f6nliche Risikostreuung im Ein- und Verkauf und im Qualit\u00e4tsmanagement zu forcieren, in dem auch das so genannte Risikomanagement zum Einsatz kommt. Es beinhaltet beispielsweise eine Nachfolgeregelung, die den Fortbestand des Unternehmens sichert. Aber auch die betriebsinterne Aufgabenverteilung, die Vermeidung von M\u00e4ngeln in der Organisation, die Ber\u00fccksichtigung von steuerlichen und rechtlichen Risiken sowie die Optimierung von Versicherungen sowohl betrieblicher als auch privater Natur unterst\u00fctzen das unternehmerische Portfolio. \u201eBesonders notwendig ist es, entsprechendes Fachpersonal im Haus zu haben, das in Abstimmung mit dem Steuerberater die betriebswirtschaftlichen Kernpunkte im Unternehmen abgleicht\u201c, empfiehlt der M\u00fcnchner Rechtsanwalt. Besser ist es, das Unternehmenskapital auf verschiedene Geldinstitute zu verteilen, u. a. auch auf ein legales Konto im Ausland. \u201eNur so vorbereitet lassen sich n\u00e4mlich aufgetretene Engp\u00e4sse effizienter beseitigen\u201c, schildert Dr. Fiala. Vertrieb und Management Um sich durch den F\u00f6rdermitteldschungel durchzuk\u00e4mpfen, sind neben guten Kontakten auch sehr gute Marktkenntnisse erforderlich. Was viele oft nicht wissen \u2013 \u00fcber die KfW kann ebenfalls Kapital aufgenommen werden. Banken jedoch bearbeiten den Antrag recht ungern, weil sie daran kaum etwas verdienen. Gerade provisionsgetriebene Bankberater verhalten sich als \u201eHandlanger\u201c f\u00fcr die KfW recht unkooperativ. Dieses praktizierte System hat Methode und sollte weniger der Person angelastet werden. \u201eBesser w\u00e4re es, die KfW w\u00fcrde eigene Zweigstellen er\u00f6ffnen, das wurde ja auch von Frau Matth\u00e4us-Maier selbst einmal ins Gespr\u00e4ch gebracht\u201c, so Dr. Schneck. Andererseits wollen Banken wissen, ob das beantragte Fremdkapital rentabel ist. Von Interesse sind hierbei ein ausgereifter Vertrieb sowie ein verantwortliches Management. \u201eBeispielsweise gelangt nur jedes ca. 1000. Patent, das angemeldet wird, zur Marktreife\u201c, erkl\u00e4rt der Rechtsanwalt und r\u00e4t, sich an einen Steuerberater zu wenden, der entsprechende Branchen-Kennzahlen f\u00fcr einen Businessplan besitzt. \u201eIch empfehle im Nachschlagewerk \u201aAlternative Finanzierungsformen\u02bb nachzulesen. In einem eigenen Kapitel sind all diese M\u00f6glichkeiten aufgef\u00fchrt. Aber nat\u00fcrlich kann auch ein Blick ins Internet nicht schaden. Aufpassen sollte man, dass so genannte professionelle F\u00f6rderberater einem nicht unbegr\u00fcndet Provisionen abringen. Meist helfen hier auch die Wirtschaftsf\u00f6rdergesellschaften der Gemeinden, St\u00e4dte und L\u00e4nder. Denken Sie aber auch an Private Equity. Geld ist genug im Markt und die vielen Gesellschaften, die Genussscheine oder Privatplatzierungen haben, k\u00f6nnen durchaus ernst genommen werden\u201c, r\u00e4t Dr. Schneck. Ins F\u00f6rdermittelboot k\u00f6nnen auch die klugen Ideen von VC-Gesellschaften oder PE-Gesellschaften geholt werden. Oder die Business Angels, die \u00fcber BAND (Business Angel Network Deutschland) zu erreichen sind. Grunds\u00e4tzlich sollte der Unternehmer die Konditionen vergleichen, da F\u00f6rdermittel oft mit geringer Marge (rund 0,5 Prozent) von der Bank durchgehandelt werden, die kaum kostendeckend ist. Beispielsweise geh\u00f6ren zu den Konditionen bei Kredit und Anlagen teilweise auch die versteckten Kosten\/ Geb\u00fchren. \u201eSchlauf\u00fcchse schauen hier unter <a href=\"http:\/\/www.eibl-kontenpr\" class=\"external\" rel=\"nofollow\">www.eibl-kontenpr<\/a>\u00fcfung.de nach\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Fiala. Au\u00dferdem bietet sich f\u00fcr Neuunternehmer das \u201eKfW-Start-Geld\u201c an, das ebenso \u00fcber die Hausbank beantragt wird. Auch in diesem Fall gibt es verschiedene Modelle, die f\u00fcr den Neuunternehmer in Frage kommen k\u00f6nnten. Die Basis bilden in diesem Fall ebenfalls die Rentabilit\u00e4tsvorschau, der Business-Plan, die engmaschige Kontrolle durch die Buchhaltung und der Steuerberater sowie der Konditionenvergleich. \u201eDenn der Unternehmer haftet f\u00fcr jeden Kredit pers\u00f6nlich. Notfalls droht die Insolvenz\u201c, so Dr. Fiala Fazit: Schlauf\u00fcchse \u00e4ngstigen sich nicht vor Basel II, sondern sehen es als eine M\u00f6glichkeit mittels guter Vorbereitung in Planung und Firmentransparenz ihrer Bank das notwendige Geld zu entlocken.<\/p>\n<p>(POS Shopfitting 2\/2008, 60)<br \/>\n  Courtesy of <link http:=\"\"><a href=\"http:\/\/www.bauve.de\" class=\"external\" rel=\"nofollow\">www.bauve.de<\/a><\/LINK>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The international financial crisis has reshuffled the cards in the credit poker. Basel II is tough and smart bankers are not naive. Creditworthiness is the key to liquidity! Otherwise, the dream of investment-led funding is shattered. 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