Schadenersatz vom Vermittler nach Umdeckung bzw. Versichererwechsel

Der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 26.08.2018, Az. I ZR 274/16) erwartet vom Kläger, der sich nach dem Umdecken von Lebensversicherungen geschädigt fühlt, dass er auch bereits für eine Feststellungsklage Tatsachen darlegt, aus welchen sich auf die Wahrscheinlichkeit eines Schadens schließen lässt.   Eine Feststellungsklage ist meist deshalb zulässig und geboten, weil regelmäßig nach drei Jahren […]

Das sollten Sie beim Widerruf Ihres Lebensversicherungsvertrags unbedingt beachten

Versicherungsgesellschaften haben ihren Kunden vor Vertragsabschluss gemäß § 7 Absatz 1 Versicherungsvertragsgesetz (VVG 2008) die „Vertragsbestimmungen einschließlich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie die in einer Rechtsverordnung nach Absatz 2 bestimmten Informationen in Textform mitzuteilen“.   Dies galt bereits gemäß § 5a VVG (a.F.) bei Lebensversicherungen, die vor dem 01.01.2008 abgeschlossen wurden. Nur bei letzteren war das […]

Lebensversicherung in Liechtenstein: Asset protection mit Totalausfallrisiken

„Schenkst Du Vertrauen – bist Du es los.“ (Stanislav Lec, polnischer Lyriker)   Unter „asset protection“ (Vermögensschutz) versteht man die Trennung geschäftlicher und privater Risiken bzw. Vermögensspähren, einschließlich der Einbindung von Versicherungsschutz. Gefahren für das Privatvermögen stammen vorwiegend aus dem betrieblichen Bereich (z.B. Durchgriffshaftung) oder durch Finanzierungen, aber auch wegen Trennung/Scheidung oder aus rechtlichen Auseinandersetzungen. […]

Bankenhaftung bei Anlegerschädigung oder Anlegerbeitrag zur Subprime-Krise

Zertifikate und Derivate erfordern bei Verkauf, Beratung bzw. Vermittlung spezielle Aufklärung zur Vermeidung einer Haftung gegenüber Kapitalanlegern. Kreditinstitute verkauften Bankkunden „Garantie“-Zertifikate und ähnliche Konstrukte, beispielsweise der Lehman-Brothers-Bank, als sichere Geldanlage: Auf Bank- und Sparkassenberater warten zahlreiche Haftungsfallen.   I. Beraterinkompetenz- und Bedingungs-Falle Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen von Banken, die im Insolvenzfall weder durch einen Einlagensicherungsfonds noch […]

Die Haftung bei Immobilienkredit und Beteiligungsfinanzierung mit Lebensversicherung – Banken, Versicherungen und Vermittler stehen für die Tilgung in der Verantwortung

Lebensversicherungen zur Tilgung von Baufinanzierungen Die Kombination mehrerer Finanzprodukte (z.B. Baudarlehen und Lebens-Versicherung, Immobilienkredit und Bausparvertrag) verspricht dem Anleger durch mögliche Zinsdifferenzen oder Steuerersparnis einen Zusatzertrag, dem Vermittler gleichzeitig zusätzliche Provisionen. Nicht selten reicht aber letzten Endes das in einem zweiten Vertrag angesparte Geld (z.B. Lebensversicherung zur Kredittilgung) nicht aus, die Schulden komplett zu tilgen. […]

Neue Urteile für Zinsdifferenzgeschäfte und Hebelmodelle

Weshalb Versicherer den Schaden zahlen, wenn der Finanzdienstleister pleite ist   Statt mühelosem Reichtum türmt sich bei hunderttausenden Anlegern oft ein Berg an Schulden, nicht selten stellt sich der Verlust aller Ersparnisse oder sogar die Privatinsolvenz ein. Dies war möglich durch wohlklingende Namen wie Lex-Rente, Sicherheits-Kompakt-Rente, Sofort-Rente, Sparenta, fremdfinanzierte Lebensversicherung, Sparrente, Zinsdifferenzgeschäft, kreditfinanzierte Rente, Garantie- […]

Die 10 Gebote

So vermeiden Sie Kapitalvernichtung per Lebensversicherung   Wirtschaftlich betrachtet, sind Lebensversicherungen oft Kapitalanlagen, die im Wettbewerb mit klassischen Bankprodukten stehen. Intransparenz, fehlerhafte Beratung und falsche Abrechnungen kosten die Kunden jedes Jahr Milliarden. Meist besteht dann ein Anspruch auf Nachzahlung, Rückforderung oder Schadenersatz. Unaufgefordert zahlen die Versicherer jedoch nicht. Umso wichtiger ist es, dass Makler – […]

Kreditfinanzierte Sofortrente: Britischer Lebensversicherer mehrfach verurteilt

Bei Hebelgeschäften werden Anleger regelmäßig zu Rendite und Risiko getäuscht   Müheloser Reichtum: Die Vertriebslüge „über 12 % Rendite“ Das Landgericht Bamberg verurteilte gleich in mehreren Fällen einen britischen Lebensversicherer, dessen Vermittler gegenüber Versicherungskunden auf Vergangenheitswerte „von mehr als 12 %“ Rendite verwiesen hatte. Daraus hatte der Vermittler dann „eine konservativ angenommene Wertentwicklung von zumindest […]

Bundesgerichtshof: Berater haften für sittenwidrige Anlegerschädigung persönlich

– Falsche Risiko- und Renditeangaben durch Banker, Versicherer und Schulungsleiter –     Falsche Versprechen und Provisionsgier führen zur persönlichen Haftung Der Bundesgerichtshof (BGH) hat durch Urteil vom 19.02.2008 (Az. XI ZR 170/07) einem Anlageberater die vorsätzliche sittenwidrige Schädigung ins Stammbuch geschrieben, § 826 BGB: Der Berater hatte eine Kapitalanlage empfohlen, die nicht zum Risikoprofil […]

Rückkaufswerts britischer Policen oft unter gesetzlichem Mindestrückkaufswert – Nachforderungen in mehrstelliger Millionenhöhe möglich

Garantien bei Briten meist erst zum Ablauf Britische with-profits-Policen sehen geringere Garantien vor als die von deutschen Lebensversicherern angebotenen Kapitallebensversicherungen. Diese Garantien gehen zudem auf den planmäßigen Ablauftermin und gelten daher meist nicht bei vorzeitiger Kündigung oder Teilkündigung (Teilentnahmen). Britische Lebensversicherer investieren hauptsächlich in Aktien, in der Vergangenheit mit einem Anteil von 50 bis 70% […]