Vermittlerrecht praktisch

 

„Dürfen Tippgeber vertraglich an ein Maklerunternehmen oder eine Agentur gebunden werden? Darf im Vertrag eine Vergütung vereinbart werden?“

 

Tippgeber sind Personen ohne Registrierung im Vermittlerregister der IHK, denn diese bringen keinen neuen Versicherungsvertrag mit einem Versicherer zustande. Natürlich können diese an einen Versicherungsvermittler (Makler bzw. Agentur) gebunden werden. Problematisch ist, dass diese oft bereits in die erste Beratung einsteigen, und zumeist nicht (mit-)versichert werden, insbesondere in der VSH. Dies kann für den Auftraggeber des Tippgebers später den Ruin bedeuten, wenn der Tippgeber unrichtig beraten hat. Jedem Versicherungsvermittler (egal ob Agent, Mehrfachagent oder Makler) ist daher zu raten, dass er auch seine Tippgeber in der VSH einschließen lässt. Es ist unproblematisch, einen (vertraglich korrekt eingebundenen) Tippgeber zu entlohnen – etwa im Erfolgsfall. Wichtig ist dabei, dass es ich um eine fallweise und für jeden Einzelfall sauber dokumentierte Zusammenarbeit handelt. Würde der Tippgeber beispielsweise Telefonlisten abarbeiten müssen, können sich steuerlich und in der Sozialversicherung Probleme mit der Scheinselbständigkeit ergeben. Daher muss der Vermittler darauf achten, dass er alle Verträge mit seinen Mitarbeitern – auch Tippgebern – korrekt gestaltet.

 

Dr. Johannes Fiala
 
(DHBW Newsletter 11/2010, 2)
 
 
Mit freundlicher Genehmigung vonhttp://www.dhbw-heidenheim.de>www.dhbw-heidenheim.de.

Über den Autor

Dr. Johannes Fiala Dr. Johannes Fiala

Dr. Johannes Fiala ist seit mehr als 25 Jahren als Jurist und Rechts­anwalt mit eigener Kanzlei in München tätig. Er beschäftigt sich unter anderem intensiv mit den Themen Immobilien­wirtschaft, Finanz­recht sowie Steuer- und Versicherungs­recht. Die zahl­reichen Stationen seines beruf­lichen Werde­gangs ermöglichen es ihm, für seine Mandanten ganz­heitlich beratend und im Streit­fall juristisch tätig zu werden.
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